Understatement

understatement„Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt man ohne ihr“ – an dieser Volksweisheit ist etwas dran. Wird doch Bescheidenheit oft als halbherzige, weil letztlich auf Vorteilnahme ausgerichtete Selbstbeschränkung wahrgenommen, als vorschnelle Genügsamkeit, als ein Zeichen von mangelndem Selbstwertgefühl.

In seinem Vortrag betont Rainer Wälde, dass man getrost auf eine  solche – falsche – Bescheidenheit verzichten kann. Understatement – wie es den Briten seit Jahrhunderten als Ideal gilt – ist etwas ganz anderes als Bescheidenheit. Deshalb lässt sich das Wort auch schwer ins Deutsche übersetzen.

Understatement bedeutet, dass ein Mensch sich mit seinen Wurzeln auseinandergesetzt, eine eigene selbstbewusste und stabile Identität erworben und es deswegen nicht nötig hat, andere Menschen mit äußeren Werten zu beeindrucken. Es bedeutet aber auch, dass er seinen Status, sein Lebenskonzept, seine Werte nicht dazu missbraucht, sich selbst als höherstehend zu inszenieren.

Ein „understateter“ Mensch weiß, dass nicht nur er selbst wertvoll ist, sondern er gesteht auch allen anderen Menschen diesen Wert zu – selbst dann, wenn sie nicht denselben Maximen folgen wie er. Understatement ist niemals provozierend, sondern immer souverän und gelassen. Sein ist wichtiger als Schein, Charisma stärker als Status.

Understatement beruht darauf, anderen ein positives Vorbild zu sein, keine Kluft entstehen zu lassen zwischen Reden und Tun. Es geht um Echtheit, um Authentizität.
Allerdings – wer Understatement leben will, kann es sich nicht anziehen wie einen Schuh. Derart „angezogenes“ Understatement – ohne zugrundeliegende, in der Persönlichkeit verankerte Werte – bleibt Fassade, ein bloßes Image.

Für Rainer Wälde verkörpert Understatement deswegen auch die Entwicklungsstufe, die ein Mensch erreicht, die Höhe, die er erklommen hat. Und genau die Energie und die Selbstüberwindung, die man aufwenden muss, um einen Berg zu besteigen, braucht es man auch, um zu echtem, authentischem Understatement zu finden.

Die gute Nachricht: Je öfter man sich auf den Weg macht, je höher die Berge sind, die man erobert, desto leichter wird es. Wer ganz oben angelangt ist, auf dem Dach der Welt, der weiß: Hier wartet die Freiheit.

Machen Sie sich auf den Weg! Begleiten Sie Rainer Wälde zu den Gipfeln des Understatements.

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