Sharing Economy: Teilen heißt das Zauberwort

sharing economyVor einigen Wochen habe ich über Philipp Riederle berichtet, der als 18jähriger den großen Unternehmen die Zukunft erklärt. In seinem Buch analysiert er das fehlende Interesse seiner Generation an Autos: Car Sharing – mehrere Nutzer teilen sich ein Auto – gewinnt gerade in Städten zunehmend an Bedeutung und macht damit auch den Herstellern zu schaffen.

Wird sich die Zahl der Autos halbieren?

Als Mentor begleite ich einige junge Erwachsene und stelle fest, dass keiner von ihnen ein eigenes Auto besitzt. Warum auch? Tim hatte eines – doch nach einem Jahr verkauft er es wieder und fährt heute Roller oder Fahrrad. Ganz klar günstiger, aber auch ökologisch eine charmante Alternative. Das Fraunhofer Institut – so der Spiegel Nr. 31 – hat errechnet, dass sich die Zahl der Autos in Deutschland bis 2050 halbieren wird.

Gut leben und Gutes tun

Nun beobachte ich als Medienmann immer auch sehr intensiv den Zeitschriftenmarkt und habe diese Woche am Kiosk ein Magazin entdeckt, dass diesen Trend aufgreift: SHARE heißt die neue Zeitschrift und verspricht im Untertitel: “Gut leben, Gutes tun”. Der Themen-Mix  von SHARE beleuchtet den ganzen Kosmos des Teilens, der weltweit als  Trend beobachtet werden kann – zumindest in den Metropolen der westlichen Welt.

sharing economyGeteilt werden nicht nur Autos, sondern auch Parkplätze, Fahrräder, private Gärten, Werkzeug und Haustiere. Nun gut, denke ich als Journalist, lassen wir die Kirche mal im Dorf: Teilen ist an sich nichts Neues, das haben unsere Vorfahren auch schon zu Genüge getan. Doch durch das digitale Zeitalter und das positive “Wording” bekommt das Thema einen aktuellen “drive”. Schließlich gilt “Sharing” einfach als cool – auch wenn das Redaktionsteam von SHARe es mit den Superlativen etwas übertreibt: Super Reisen! Super Mode” Super Ideen! schreit es auf dem Cover dem Leser entgegen.

Lesenswertes Dossier über “sharing economy”

Ein Blick ins Impressum: Das neue Magazin ist eine Abschlussarbeit der Burda Journalistenschule – in Kooperation mit der SuperIllu – alles klar, warum hier alles so “super” getextet wurde. Ansonsten ist der Inhalt wirklich innovativ und das Magazin kurzweilig gestaltet und rundum lesenswert. Mein Lesetipp: Das Dossier über “sharing economy” – danach kann sich dieser Sektor zu einem 100-Milliarden-Dollar-Markt entwickeln. Große Autokonzerne wie Mercedes (car2go) und BMW (DriveNow), aber auch die Bahn (Flinkster) spielen auf diesem Markt bereits mit.

Eine Antwort auf Sharing Economy: Teilen heißt das Zauberwort

  1. Gabriele Baeker sagt:

    Hallo lieber Rainer,
    wie immer lese ich Deine Kommentare zu den verschiedensten Themen mit großer Freude und viel Interesse. Ich bin aber ein bißchen traurig, daß auch Du offensichtlich den Trend mitmachst und das Wort “charmant” in oft ungewöhnlichem Kontext verwendest. Charme bedeutet in erster Linie Herzenstakt und Einfühlungsvermögen,wenn Du von einer “charmanten Alternative” sprichst, statt des Autos ein Fahrrad zu benutzen, so tut das ein bißchen weh. Charme ist etwas, das nun wirklich nicht jeder besitzt und das deshalb nicht zu einem landläufigen Begriff “verkommen” sollte. Nichts für ungut, ansonsten stehe ich absolut hinter Dir.
    Viele Grüße auch an Ilona
    Gaby

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