Personal Branding

Die Marke Albert Schweitzer

Albert Schweitzer

Albert Schweitzer

Selten habe ich soviele Störche gesehen, wie auf meiner Fahrt nach Kaysersberg. Ich bin unterwegs zum Geburtshaus von Albert Schweitzer und frage mich, ob die Störche schon 1875 hier auf den Dachgibeln saßen?

In den schmalen Gässchen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Ich passiere romantisches Fachwerk und malerische Winkel. Es duftet nach frisch gebackenem Gugelhupf und leckeren Kokosplätzchen. Selbst im Sommer gibt es hier Lebkuchen und Weihnachtsgebäck.

Die Wiege des berühmten Urwalddoktors

Museum Albert Schweitzer

Albert Schweitzer Museum

Es ist ein unscheinbares Haus am Ende der Rue du Generale De Gaulle. Ohne das kleine Schild an der Fassade würden die meisten Besucher achtlos vorübergehen.
Deutlich imposanter ist das Museum direkt daneben. Für zwei Euro bietet es einen kurzen Einblick in das Leben des berühmten Kaysersbergers. Viele Fotografien aus 90 intensiven Lebensjahren, dazu Erinnerungsstücke von der Nickelbrille bis zum Einbaum. Plötzlich stutze ich und denke über markanten Merkmale des renommierten Wissenschaftlers nach.

 

Was macht die Marke Albert Schweitzer aus? 

Branding Schweitzer

Branding von Albert Schweitzer

Auf fast allen Bildern trägt er einen weißen Tropenhelm, dazu einen kernigen Schnauzbart. Häufig eine runde Brille – Marke Professor. Ich überlege kurz: Was ist mir aus Filmen und Berichten in Erinnerung geblieben? Auf Platz 1: Lambarene – das Urwaldhospital an der Westküste Afrikas, Platz 2: Sein Orgelspiel – Schweitzer liebt Johann Sebastian Bach. In einer Ecke des Museums steht noch ein altes Harmonium. Platz 3: Friedensnobelpreis. Diese Szene aus dem sonst mittelmäßigen Spielfilm ist mir in Erinnerung geblieben.

Schweitzer war Mediziner und Theologe, die Bezeichnung “Missionsarzt” wäre heute bei aller “political correctness” vermutlich tabu. Doch Albert Schweitzer hat sich aus seinem tiefen Glauben an den Schöpfer für die benachteiligten Bewohner Afrikas eingesetzt. Sein berühmter Ausspruch irritiert viele: “Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.”

Wichtig sind nur die Spuren, die wir hinterlassen

Geburtshaus SchweitzerBei meinem Besuch in Kaysersberg gewinnt Albert Schweitzer zusätzliches Profil. Ich wünsche mir mehr von diesen Originalen in unser postmodernen Gesellschaft. Menschen mit Leidenschaft und Tiefgang und dem Mut zu Marotten: Was wäre der Doktor aus dem Elsaß ohne Schnautzer und Tropenhut? Sicher keine so bekannte Marke, die bis heute fasziniert. Zitat Schweitzer: “Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.”

Mehr zum “Personal Branding”

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>